Wieder kein Glück in der Lotterie

Stichworte: Spielbericht
29. September 2014

Auch in der neuen Saison scheint es bei den Black Dragons eine Konstante zu geben, in der Lotterie „Penaltyschießen“ fehlt den Drachen einfach das nötige Quäntchen Glück um ein solches erfolgreich gestalten zu können. Am Sonntagabend blieb den Thüringern der Extrapunkt wieder verwehrt. Dennoch war Kapitän Christian Grosch mit Punkt in Hannover alles andere als unzufrieden: „Für uns war es ein gewonnener Punkt, gerade wenn man auf unseren vielen Ausfälle schaut. Zumal sich ja auch noch Jan Zurek im Mittelabschnitt hinzugesellte und nicht mehr mitwirken konnte. Diese ganzen Ausfälle merkt man natürlich gerade zum Spielende hin sehr, wenn der Gegner gleichzeitig mit 4 kompletten Reihen agieren kann. Alles in allem müssen und können wir mit dem Punktgewinn leben“ sagte Grosch nach Spielende.

Von Beginn an sahen die knapp 250 Zuschauer ein gutes Spiel, bei dem die Gäste zunächst aus einer sicher stehenden Defensive agieren wollten und mit schnellen Kontern immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Gastgeber sorgen wollten. In den ersten 10 Minuten gelang dies auch ganz gut, dann jedoch nutzen die Gastgeber in der 13. Minute ihre erste gute Chance zur Führung. Ruven Bannach hatte Jeffrey Keller schön freigespielt und dieser ließ sich nicht lange bitten und netzte zum 1:0 ein. Die Antwort der Thüringer lies aber nicht lange auf sich warten. Nur 50 Sekunden später traf Christoph Regner zum Ausgleich, unter gütiger Mithilfe des Goalies der Gastgeber. Regner wollte den Puck eigentlich nur tief in Richtung Tor spielen um zum Wechsel fahren zu können und erwischte den Torwart der Scorpions damit auf dem vollkommen falschen Fuß, dieser musste die Scheibe verdutzt ins Netz passieren lassen. Bis zur ersten Pause passierte dann nicht mehr allzu viel und so ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt wurde zunächst vom Verletzungsbedingten Ausscheiden von Jan Zurek überschattet. Zurek musste einen ziemlich üblen Bandencheck von Robin Marek einstecken. Marek war mit der folgenden 2+10 Strafe noch gut bedient, da die Partie für Zurek auf Grund einer Verletzungsfolge beendet war. Aber die Erfurter versuchten die Antwort auf dem Eis zu geben. Nur 30 Sekunden der Strafzeit waren abgelaufen als Adam Sergerie, von Christian Grosch wunderschön bedient, die erstmalige Führung der Gäste erzielen konnte. Nun war es an den Gastgebern die richtige Antwort auf diesen Rückstand zu finden. In der 29. Minute gelang dies auch, Quellette erzielte in doppelter Überzahl den erneuten Ausgleich. Dann kam die große Zeit von Ex-Nationalspieler Andi Morczinietz, der in der 34. Minute zeigte, dass er nichts von seinem Können verlernt hat. Jan Hemmes hatte seinen Kapitän bedient und dieser ließ Löffelholz im Erfurter Tor keine Abwehrmöglichkeit und traf zum 3:2 für seine Scorpions. Aber wieder hatten die Gäste die richtige Antwort parat und gaben diese knapp 60 Sekunden später. Olidis und Grosch hatten Oliver Otte bedient und dieser bezwang den Goalie der Scorpions zum 3:3, hatte dabei allerdings das Glück des Tüchtigen als ein Hannoveraner Abwehrspieler seinen Schuss über das Tor abfälschen wollte. Dieser Abwehrversuch ging allerdings gründlich in die Hose und der Puck schlug im Dreiangel des Tores der Scorpions ein. Als sich die Zuschauer schon mit einem erneuten Unentschieden zur Drittelpause angefreundet hatten schlug wieder Morczinietz zu. 10 Sekunden vor der Pause war der Ex-Nationalspieler im Powerplay zum 4:3 erfolgreich. Damit ging es in die 2. Pause.

Im letzten Drittel starteten die Gäste einen wahren Sturmlauf auf das Tor der Gastgeber, aber zunächst wollte der erneute Ausgleichstreffer einfach nicht fallen. Egal wer es auch versuchte die kleine Hartgummischeibe wollte den Weg ins Tor einfach nicht finden. Auf der Gegenseite hatte Löffelholz in den ersten 10 min des letzten Abschnittes kaum etwas zu tun, war aber bei dem wenigen was auf sein Tor kam stets zur Stelle. Selbst in Unterzahl hatten die Erfurter ein optisches Übergewicht, dabei vergaben Adam Sergerie und Ryan Olidis kurz nacheinander gute Ausgleichschancen. So musste wieder ein eigentlich recht harmloser Schuss von Oliver Otte herhalten um doch noch für den Ausgleich zu sorgen. Otte hatte aus zentraler Position auf das Tor geschossen und dieser Schuss schlug im Tor der Gastgeber zum 4:4 ein. Die letzten 10 Minuten des Spieles versuchten beide Teams noch einmal alles um den wahrscheinlich entscheidenden Treffer zu erzielen. Es gab Chancen hüben wie drüben, aber die jeweiligen Goalies hielten ihre Tore sauber. Auch als die Gäste kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine umstrittene Strafzeit gegen Adam Sergerie kassierten, welcher nach einer undurchsichtigen Situation mit 2+2+10+10 zum Duschen geschickt wurde, gelang den Gastgebern kein weiterer Treffer. Dabei hatte wieder Morczinietz die große Chance auf den Siegtreffer, aber er fand aus Nahdistanz seinen Meister in Stephan Löffelholz. So blieb es beim Remis bis zum Spielende und die Overtime bzw. das Penaltyschießen musste für einen Sieger sorgen.

Nach torloser Verlängerung hieß es also Penaltyschießen. Hier hatten die Gastgeber dann das bessere Ende für sich und konnten den Zusatzpunkt für sich verbuchen. Am kommenden Freitag steht bereits das nächste Pokalspiel auf dem Plan, dann reisen die Black Dragons unterstützt von 2 Fanbussen nach Braunlage zu den Harzer Falken. Spielbeginn ist um 20:00 Uhr. Am Sonntag dann geht es in der heimischen Eishalle in Erfurt erstmals um Oberligapunkte. Dann gastieren die Tornados aus Niesky in Erfurt.

Tore:

1:0 Jeffrey Keller (Ruven Bannach, Phil Hungerecker) 12:04

1:1 Christoph Regner (ohne Assist) 12:55

1:2 Adam Sergerie (Oliver Kämmerer, Christian Grosch / +1) 23:33

2:2 Britt Quellette (Andreas Morczinietz, Sebastian Lehmann / +2) 28:42

3:2 Andreas Morczinietz (Jan Hemmes, Britt Quellette) 33:39

3:3 Oliver Otte (Christian Grosch, Ryan Olidis) 34:44

4:3 Andreas Morczinietz (Jan Hemmes / +1) 39:50

4:4 Oliver Otte (Sebastian Hofmann, Andreas Nickel) 50:03

5:4 Robin Ringe (65:00 / entscheidender Penalty)

Zuschauer: 248

Strafen: Hannover 6 (+10 R. Marek) – Erfurt 12 (+10+10 Sergerie)

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