KSW Icefighters Leipzig vs. TecArt Black Dragons Erfurt

Strafen:
Leipzig: 16“
Erfurt: 10“
Schüsse:
Leipzig: 35
Erfurt: 32
Tore:
Leipzig: T. Detig
Erfurt: S. Haarala (2x), M. Markkula
Zuschauer: 1343
Erfurt entführt drei Punkte aus der Messestadt
Am gestrigen Freitag waren unsere Drachen in Leipzig zu Gast. Sechs Punkte trennten beiden Mannschaften noch vor der Partie, die jeweils Platz 7 und 8 in der Tabelle belegen. Analogie beider Teams war der Start in die Zwischenrunde: Leipzig als auch Erfurt verloren das erste Spiel der Zwischenrunde vor heimischem Publikum mit 1:4.
Mit dem Anpfiff um 20 Uhr begann der Kampf um wichtige Punkte und Erfurt startete gut in die Partie. Man wollte Akzente setzen und nicht, wie beim letzten Aufeinandertreffen, frühzeitig in Rückstand geraten. Gesagt getan. Erfurt fand immer wieder schnell ins Angriffsdrittel und erarbeitete sich Chancen die, letztendlich dank dem Schlussmann der Leipziger, ihren Weg nicht auf Scoreboard fanden. Aber auch auf Erfurter Seite stand ein Bollwerk - kein geringerer als Patrick Glatzel - der diverse Chancen der Leipziger einfach eliminierte. Am Ende gab es keinen klaren Sieger und das Scoreboard ließ ein 0:0 nach 20 gespielten in die Halle strahlen.
Im Mittelabschnitt starten beide Teams auf Augenhöhe. Während in der ersten Minute die Reflexe von Patrick Glatzel geprüft wurden, trifft es nur Sekunden später den Schlussmann der Leipziger. Fehlpass der Icefighters landet auf der Kelle von Haarala, doch der Keeper kann Schlimmeres verhindern. Dem folgten weitere schönen Szenen, jedoch sorgte dies zu keiner Änderung des Spielstandes. Phasenweise hatte man das Gefühl, dass kein Team zu viel riskieren und eher auf die Fehler der anderen Mannschaft wartete. Und die gab es, konnten aber nicht wirklich genutzt werden. In 31. Minute sollte endlich Bewegung aufs Scoreboard kommen. Markkula sieht seinen finnischen Landsmann im Slot, täuscht den Torversuch an und passt zu Haarala, der sich vom gegnerischen Verteidiger herausdreht und die Scheibe unter die Matten des Goalies schiebt. Ein 0:1 für unsere Drachen, welches viel früher fallen wollte. Viel mehr sollte es in diesem Drittel am Ende nicht werden. Unschön wurde es dann nochmals in der 37. Minute. Max Herzog von den Gastgebern geht mehr als beherzt gegen Phil Bischoff vor und erhält nur zwei Minuten. Leider hat es Team Stripes komplett für unnötig erachtet dies in einer Videoanalyse zu prüfen, denn Herzog springt aus der Bewegung hoch und erwischt unseren jungen Verteidiger mit voller Wucht. Schade für Phil, der erstmal mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausfallen wird. Trotz der 0:1 Führung unserer Drachen, ein unschönes Ende des zweiten Drittels.
Die letzten 20 Minuten mussten die Entscheidung bringen. Unsere Drachen hatten ein Plus auf ihrem Konto, was jedoch nicht sicher war. Bereits im zweiten Drittel haben die Messestädter gezeigt, dass sie nah an einer frühen Führung waren. Schon in der 41. Minute war so ein Moment. Lucas Vantuch nahm Glatzel die Sicht und fälschte zudem auch noch den Puck ab. Glück im Unglück - kein Icefighter verwertete den freien Puck inklusive der leeren Torhälfte. Erfurt ließ kein Zweifel über ihren Siegeswillen aufkommen. Wesentlich bestimmender gestalteten sie Partie und sollten in der 47. Minute sich erneut belohnen. Miro - unser aktueller Topscorer - stürmte über die rechte Seite gen Leipziger Tor, dabei Frederik Alasaari im Schlepptau, der ihn von seinem Ziel nicht abbringen konnte. Während der erste Versuch noch an den Schonern des Leipziger Goalies abprallte, konnte Miro noch mit seiner Kelle den Puck am Störenfried im Kasten vorbei buchsieren - 0:2. Für Leipzig sehr unglücklich, da jetzt, neben den Toren die sie aufholen müssen, auch noch die Zeit davon lief. Nur noch 13 1/2 Minuten zeigte die Uhr im Stadion und Christopher Straube reagiert und nahm die Auszeit nur Minuten vorm letzten Powerbreak. Viel geändert hat sich daraufhin nicht. Erfurt bleib die spielbestimmende Mannschaft und setzte unaufhörlich nach. Leipzig hingegen war im Zugzwang und musste mit offenem Visier spielen. Zu wenig Zeit blieb ihnen noch, um den Anschluss zu erzielen. Unschön zum Zweiten wurde es nochmals in der 55. Spielminute. Daniel Schwamberger, der mit seinem Open-Ice-Hit nahe einem Blind-Side-Hit war, definitiv - bedingt der Größenunterschiede zu Nils Herzog - mit der Schulter den Kopf von Herzog traf. Bitter für Erfurt, dass somit auch Nils Herzog für die nächsten Spiele ausfallen wird. Erfurt blieb am Ball, oder besser gesagt am Puck, und konnte eine weitere Unterzahl für sich nutzen. Erfurt setzt sich im Drittel der Gastgeber fest, Seto passt von links nach rechts und Santeri Haarala zieht ab. Rechte obere Ecke ausreichend für den Finnen. 3:0 für Erfurt. Generell hätte hier das Spiel zu Ende sein dürfen, jedoch hatte Leipzig noch was dagegen und betrieb 17 Sekunden vor Schluss Ergebniskosmetik. Tim Deftig netzte den einzigen Treffer für Leipzig ein. 1:4 Endstand und ein sehr überzeugendes Auftreten von Erfurt.
Andreas Karl
letzte Änderung: 08.02.2026