TecArt Black Dragons Erfurt vs. KSW Icefighters Leipzig

Strafen:
Erfurt: 18“
Leipzig: 12“
Schüsse:
Erfurt: 35
Leipzig: 32
Tore:
Erfurt: M. Markkula, J. Kiss
Leipzig: L. Vantuch, J. Eriksson (2x), C. Bassen, F. Krüger, E. Aronsson, L. Volkmann
Zuschauer: 1084
Fünfte Niederlage in Folge im Heimderby gegen die KSW Icefighters aus Leipzig
1.Drittel
Schwerer Start ins Spiel
Die Begegnung begann aus Erfurter Sicht denkbar ungünstig. Die Gäste aus Leipzig zeigten sich von Beginn an effizient und nutzten ihre erste zwingende Möglichkeit konsequent: In der 6. Spielminute traf Luke Volkmann mit einem platzierten Direktschuss in den rechten oberen Winkel zur 0:1-Führung. Dabei war Black-Dragons-Schlussmann Patrick Glatzel die Sicht durch eigene Verteidiger verdeckt, sodass er auf den präzisen Abschluss kaum reagieren konnte. Nur eine Minute später folgte der nächste Rückschlag: Ein klarer Abstimmungsfehler in der Defensive ermöglichte den Gästen in der 7. Spielminute das 0:2. Emil Aronsson bekam im Slot viel zu viel Raum, stand völlig ungedeckt und ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen – mit Übersicht und Ruhe brachte er die Scheibe hinter Glatzel im Netz unter.
Die Black Dragons bemühten sich um Struktur im Spielaufbau, fanden jedoch nur selten Lücken in der gut organisierten Defensive der Gäste.
2.Drittel
Bittere Phase im Mitteldrittel
In der 22. Spielminute mussten die Black Dragons eine Strafzeit hinnehmen – Grund war ein Wechselfehler, da sich zu viele Spieler gleichzeitig auf dem Eis befanden. Die daraus resultierende Unterzahl überstand Erfurt zwar mit großem Einsatz und ohne Gegentreffer, doch kaum wieder komplett, folgte der nächste Rückschlag: Ein ungenaues Zuspiel vor dem eigenen Tor brachte Leipzig erneut in Scheibenbesitz. Die Gäste nutzten diese Gelegenheit eiskalt und stellten in der 25. Spielminute durch Felix Krüger auf 0:3. Kurz darauf bot sich den Black Dragons selbst die Chance in Überzahl zu verkürzen. Trotz einiger guter Ansätze und Druckphasen im Angriffsdrittel gelang es jedoch nicht, den numerischen Vorteil in Zählbares umzumünzen. Mitte des zweiten Drittels kippte das Spiel endgültig zugunsten der Leipziger. Mit viel Tempo im Angriffsdrittel erhöhten die Gäste durch Chad Bassen in der 35. Spielminute auf 0:4. Der Treffer fiel dabei etwas unglücklich aus Erfurter Sicht: Ein Leipziger Spieler wurde vor dem Tor angeschossen, von dort wurde die Scheibe unkontrolliert abgefälscht und trudelte an Patrick Glatzel vorbei ins Netz. Erfurt bewies jedoch Moral: In der 38. Spielminute gelang Joe-Richard Kiss der Treffer zum 1:4, der neue Hoffnung aufkommen ließ und die Halle noch einmal belebte. Doch die Antwort der Leipziger folgte prompt – nur eine Minute später, in der 39. Spielminute, stellten sie den alten Vier-Tore-Abstand durch Johann Eriksson auf 1:5 wieder her. Dieser schnelle Gegentreffer unmittelbar nach dem eigenen Erfolg war ein spürbarer Rückschlag kurz vor der zweiten Pause. Doch die Erfurter Black Dragons geben nicht auf. In der 40. Spielminute erzielte Miro Markkula im Überzahlspiel den Treffer zum 2:5 und setzte damit ein wichtiges Lebenszeichen der Black Dragons. Zwar lastete der hohe Rückstand spürbar auf dem Team, doch die Spieler zeigten weiterhin Einsatz und Kampfgeist, sodass noch einmal Hoffnung auf eine kämpferische Aufholjagd aufkam.
3. Drittel
Keine Wende im Schlussabschnitt
Auch im dritten Drittel setzte sich das Muster der ersten beiden Abschnitte fort: Unsichere Pässe führten immer wieder zu Puck Verlusten im eigenen Drittel, während die Angriffe der Black Dragons kaum in Abschlusssituationen mündeten und so das Spiel weiter zugunsten der Leipziger verlief. In der 48. Spielminute verloren die Erfurter erneut den Puck im eigenen Drittel. Die Leipziger nutzten die Gelegenheit sofort und erhöhten eiskalt durch Johann Eriksson auf 2:6, wodurch der Vorsprung weiter anwuchs. Leipzig blieb auch im Schlussdrittel abgeklärt, nutzte seine Chancen konsequent und setzte in der 54. Spielminute durch Lukas Vantuch mit dem siebten Tor den endgültigen Schlusspunkt. Der Endstand von 2:7 spiegelte ein Spiel wider, in dem die Fans zwar weiterhin hinter ihren Black Dragons standen, durch die gezeigte Leistung ihrer Mannschaft jedoch enttäuscht den Heimweg antreten mussten.
Fazit
Die Niederlage fiel am Ende deutlich aus, auch wenn die Black Dragons phasenweise Einsatz und Moral zeigten. Besonders die fehlende Konsequenz in der Defensive und die direkte Antwort der Leipziger auf den ersten Erfurter Treffer im zweiten Drittel erwiesen sich als spielentscheidend. Mit Blick auf die Tabelle stehen die Erfurter nun unter Zugzwang: Im kommenden Spiel gegen die Rostock Piranhas zählt nur ein Sieg, um die Hoffnung auf die Playoff-Teilnahme am Leben zu erhalten.
Birgit Rau
letzte Änderung: 21.02.2026